ÜBER UNS

Stifts_Arkadenhof

Die Südkärntner Sommerspiele finden alljährlich im Juli und August in Eberndorf in Kärnten statt. Die Freilichtbühne befindet sich im Innenhof des ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stiftes.

Zur Aufführung gelangt jedes Jahr eine Sprechtheaterproduktion, meist eine Komödie. 2016 feierten die Sommerspiele ihr 40. Bestehen.

 


Geschichte

Gegründet im Jahr 1976, zählen die Sommerspiele heute zu den größten und bekanntesten Sprechtheaterfestivals des Bundeslandes.

Unter dem Mitbegründer und ersten Künstlerischen Leiter Ludwig Skumauz wurden sowohl eigens verfasste Stücke aufgeführt (z.B. die dramatisierte Volkssage Die Wohlscharträuber im Eröffnungsjahr), als auch bekannte und beliebte Klassiker der Schwank- und Boulevardliteratur.

Nach Skumauz’ Tod im Jahre 1987 zeichnete einige Jahre lang der Schauspieler und Regisseur Adi Peichl verantwortlich. Er übergab 1993 an Jörg Schlaminger, unter dessen Leitung die Sommerspiele ihre bisher größten Zuschauer- und Kritikererfolge verbuchten.  Auch die Anzahl der Vorstellungen wuchs. Schlaminger inszenierte in seiner 24 Jahre währenden Intendanz zahlreiche eigene Übersetzungen und Bearbeitungen von „Komödienraritäten und -spezialitäten“, darunter sehr selten gespielte antike Klassiker (z.B. „Miles Gloriosus“ des Plautus), und eine gereimte deutsche Fassung von Molières Verskomödie „Tartuffe“. Ein Archiv seiner gesammelten Inszenierungen findet sich unter diesem Link.

Mit Patrick Steinwidder übernimmt 2017 ein Absolvent der Londoner Royal Academy of Dramatic Art und Kärntner Kulturförderungspreisträger (2011) die Künstlerische Leitung und Regie.


Trivia

Ursprünglich agierte das jährlich zusammengestellte Ensemble auf einer dreieckigen Bretterbühne in der nordöstlichen Ecke des Stiftshofs.

Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es eine ansteigende Zuschauertribüne, die 2006 erweitert wurde und aktuell 432 Sitzplätze bietet.


Die Künstlerischen Leiter und Regisseure


Aufgeführte Stücke seit 1976

  • 2016 „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2015 „Das Mädl aus der Vorstadt“ von Johann Nestroy
  • 2014 „Der brave Soldat Schwejk“ nach Jaroslav Hašek
  • 2013 „Die Streiche des Scapin“ von Molière, Neuübersetzung von Jörg Schlaminger
  • 2012 „Die Reise des Herrn Perichon“ von Eugène Labiche, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2011 „Die Heirat“ von Nikolaj Gogol
  • 2010 „Der Revisor“ von Nikolaj Gogol
  • 2009 „Der Talisman“ von Johann Nestroy
  • 2008 „Der Florentinerhut“ von Eugène Labiche, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2007 „Tartuffe“ von Molière in einer gereimten Neuübersetzung von Jörg Schlaminger
  • 2006 „Romulus und das Wildschwein“ nach Antonio Sografi von Jörg Schlaminger und Michael Eybl, deutschsprachige Erstaufführung der Farcen „Le convenienze e inconvenienze teatrali“ (1794/1800)
  • 2005 „Der Lügner“ von Carlo Goldoni,  Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2004 „Der Furchtsame“ von Philip Hafner
  • 2003 „Der Bürger als Edelmann“ von Molière, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2002 „Der eingebildet Kranke“ von Molière, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2001 „Der Geizige“ von Molière, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 2000 „Der tollste Tag“ von Peter Turrini
  • 1999 „Ulysses von Ithacia“ von Ludvig Holberg
  • 1998 „Eunuchus“ von Terenz, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 1997 „Lysistrate“ von Aristophanes, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 1996 „Miles Gloriosus“ von Plautus, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 1995 „Mandragola“ von Niccolo Machiavelli, Neuübersetzung: Jörg Schlaminger
  • 1994 „Die Brautfahrt zu St. Petersburg“ von Nikolaj Gogol
  • 1993 „Die Katze im Sack“ von Georges Feydeau
  • 1992 „Der Raub der Sabinerinnen“ von Franz und Paul von Schönthan
  • 1991 „Der Ball der Diebe“ von Jean Anouilh
  • 1990 „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ von Johann Nestroy
  • 1989 „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby
  • 1988 „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring
  • 1987 „Der schwarze Koffer“ von Werner Schuster
  • 1986 „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde
  • 1985 „Die deutschen Kleinstädter“ von August Kotzebue
  • 1984 „Die Heirat“ von Nikolaj Gogol
  • 1983 „Geld wie Heu“ von Will Evans
  • 1983 „’s Nullerl“ von Karl Morré
  • 1982 „Das Glas Wasser“ von Eugène Scribe
  • 1981 „Hoppla Spione“ von Ludwig Skumauz
  • 1980 „Eine etwas sonderbare Dame“ von John Patrick
  • 1979 „Männer in der Mausefalle“ von Ludwig Skumauz
  • 1978 „Die liebe Familie“ von Felicity Douglas
  • 1977 „Einen Jux will er sich machen“ von Johann Nestroy
  • 1976 „Die Wolscharträuber“ von Ludwig Skumauz